Simone de beauvoir movie

Simone de beauvoir movie
Simone Lucie Ernestine Marie Bertrand de Beauvoir war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Die sich politisch immer wieder engagierende Verfasserin zahlreicher Romane, Erzählungen, Essays und Memoiren gilt als. Filme wie Der Liebespakt - Simone de Beauvoir und Sartre · Der Schaum der Tage · Blau ist eine warme Farbe · Inside Llewyn Davis · Frances Ha · Before Midnight · Oh. Der Liebespakt: Simone de Beauvoir und Sartre. Film von Ilan Duran Cohen (). Sprache · Beobachten · Bearbeiten.

Jetzt hat Provost eine weitere Künstlerin auf die Leinwand gehoben: Die radikale Schriftstellerin Violette Leduc. Ist sie schön, bewundert man Sie auf der Strasse an für ihre Schönheit. Ihr hat Filmemacher Martin Provost seinen jüngsten Kinofilm gewidmet: Violette. Violette Leduc, uneheliche Tochter ohne Vater, hat viele kurze, aber kaum glückliche Beziehungen mit Frauen und Männern hinter sich, eine Scheidung, eine Abtreibung und ein entbehrungsreiches Leben in der französischen Provinz, als sie in Paris ihren Mut zusammen nimmt und der von ihr bewunderten Autorin Simone de Beauvoir ein Roman-Manuskript aufdrängt.

Und zu Leducs Überraschung erkennt de Beauvoir das Talent der Frau, an das sie selber nicht so recht glauben mag. Ich würde besser auf den Strich gehen, klagt sie Simone de Beauvoir, aber mit meinem Gesicht will mich auch da keiner. Ich bin eine alte, gescheiterte Verrückte, ich bin vierzig Jahre alt, habe kein Leben, keine Liebe, kein Einkommen. Und dann eröffnet ihr Simone de Beauvoir, dass sie ihr ein Verlagseinkommen von Gallimard organisiert habe.

Was Violette allerdings nicht weiss: Es ist nicht der Verlag, welcher dieses Geld fliessen lässt, sondern, heimlich, Simone de Beauvoir selber. Martin Provost ist ein freundlicher Mittfünfziger, Schauspieler, Autor und Regisseur. Mit seiner schwarzen Hornbrille und dem silbergrau durchwobenen Bart erfüllt er auf den ersten Blick jedes Klischee des kultivierten französischen Intellektuellen.

Aber im Gespräch wird schnell deutlich, dass ihn die reinen Ideen zwar durchaus interessieren — aber stets im Zusammenhang mit den Menschen, die sie austragen. Natürlich sei es die Figur der Simone de Beauvoir, welche bei den meisten von uns das erste Interesse an der weniger bekannten Violette Leduc zu wecken vermöge — bis heute, dessen ist sich Martin Provost sehr bewusst.

Aber es gehe um Violette, der Titel des Films sei ganz klar Violette und nicht Violette und Simone, und ihm sei es darum auch nicht um eine Annäherung an Simone de Beauvoir gegangen. Martin Provost versucht viel eher, Simone de Beauvoir als Angelpunkt im Leben von Violette Leduc in Erinnerung zu rufen. So habe er auch mit Sandrine Kiberlain gearbeitet, mit der Schauspielerin, welche im Film Simone de Beauvoir verkörpert.

Ein guter Teil der Faszination von Martin Provosts Film besteht in der Begegnung mit bekannten Figuren, sie funktionieren für das Publikum wie Anker in der Geschichte von Violette Leduc. Das habe sich angeboten, sagt Provost, weil Violette Leduc eben tatsächlich alle diese bekannten Figuren getroffen habe. Jean Cocteau zum Beispiel, oder auch Jean Genet, der gewissermassen ihr literarischer Bruder geworden ist, und dann natürlich der reiche Kunstsammler Jacques Guerain, der im Film von Olivier Gourmet gespielt wird.

Entsprechend hat Provost seinen Film in Kapitel eingeteilt wie einen Roman und jedes Kapitel korrespondiert mit einer dieser Persönlichkeiten. Die Idee sei gewesen, sich so der Komplexität von Violette von allen Seiten anzunähern. Auffällig an Martin Provost Inszenierung des Lebens von Violette Leduc ist seine Insistenz auf ihr Leiden.

Hält er Leiden tatsächlich für eine unverzichtbare Bedingung für Kunst? Auf die vorsichtige Frage folgt eine vorsichtige Anwort: Der schöpferische Akt sei jedenfalls etwas Difiziles, meint er. Mozart habe gelitten beim Schaffen, man pumpe sich und seine Quellen und Energien richtiggehend aus bei beim kreativen Akt. Aber letztlich sei es die Zerbrechlichkeit, welche ihn interessiere, sagt Provost, all diese Existenzen am Rande der Gesellschaft, deren Leiden sei doch offensichtlich.

Zum schöpferischen Prozess gehöre das alles dazu, meint Provost. Natürlich gebe es immer jene, denen alles etwas leichter falle. Aber das seien nicht unbedingt die besten. Der Film spielt allerdings mit diesem Gegensatz von Intellekt und Leidenschaft. Violette betont, sie sei keine Intellektuelle, was aber Simone de Beauvoir nicht gelten lässt: Schreiben sei grundsätzlich ein intellektueller Akt.

Violette sei eine Dichterin, es genüge, ihre Texte zu lesen, um die Schönheit ihrer Sprache zu spüren und ihre Intelligenz. Und entsprechend überwältige einen das Schreiben von Violette Leduc ganz unmittelbar, sagt Martin Provost. Darin liege der Unterschied. Violette schaffe mit ihrer ganzen Existenz. Martin Provost gelingt mit seinem Film über Violette Leduc tatsächlich mehr, als die historische Einordnung einer faszinierenden und einzigartigen Schriftstellerin in einen kulturellen Kontext.

Indem er zeigt, woran Violette in ihrer Zeit zu leiden hatte, was sie mit ihrer Kunst auslöste und erfasste, stellt er zugleich die Frage danach, wie ihre Texte denn heute wirken. Und das funktioniert. Und der Film läuft jetzt im Kino. Im Januar habe ich mich mit Martin Provost in Paris ausführlich über seinen Film unterhalten, die obigen Zitate stammen aus diesem Interview.

Das ganze Gespräch zum Nachhören gibt es hier: Hören:.

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Sie selbst leidet im Namen der Freiheit und der Authentizität, während Sartre in den Augen vieler Damen immer beneidenswerter und berühmter wird. Leidenschaftlich und wunderschön sind die Passagen, die aus ihren Büchern vorgelesen werden. Er lehnt sich gegen ihren Vater auf und fordert ihn zum Faustkampf heraus. Nach Sartres Rückkehr muss de Beauvoir von anderen erfahren, dass er mit Carmen Colomba eine neue Geliebte hat. Doch de Beauvoir will nicht die Dienerin eines Mannes werden.{/PARAGRAPH}Simone de Beauvoir: Un film | Beauvoir, Simone de | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Darüber hinaus gelingt Provost eine sehr atmosphärische Schilderung der damaligen Zeit. Er kann sie überzeugen, gemeinsam zur Prüfungszulassung zu lernen, sodass sie als jüngste Studentin überhaupt zur Abschlussprüfung in Philosophie zugelassen wird.

Vielmehr versucht sie ihre beste Freundin Lola davon abzuhalten, zu heiraten und ihr Studium abzubrechen. Provost hat neben seiner Arbeit als Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler bereits selbst mehrere Romane veröffentlicht. Sie schreibt Das andere Geschlecht , welches ein weltweiter Bestseller wird, und muss sich der Eifersucht Nelsons stellen, der sie unbedingt heiraten und mit nach Chicago nehmen will.

Martin Provost zeichnet das Bild dieser verkannten und vergessenen Schriftstellerin derartig lebendig, dass man als Zuschauer Lust bekommt - so wie der Regisseur - die Romane Leducs für sich zu entdecken. Der Schauspielerin Emmanuelle Devos gelingt es hervorragend die komplexe und komplexbeladene Persönlichkeit lebendig werden zu lassen.

Ihr gesamtes Werk reflektiert ihr von Abweisung, Selbstablehnung und der verzweifelten Suche nach Liebe gezeichnetes Leben. Im Sommer besucht er sie in Meyrignac und erlebt, wie unerwünscht er dabei ist. Sie vermittelt Violette die Veröffentlichung ihres ersten Buches mit Albert Camus als Herausgeber. Da er nicht ehrlich zu ihr war, fühlt sie sich hintergangen, und ihre Eifersucht steigt.

Simone Lucie Ernestine Marie Bertrand de Beauvoir was a French writer, intellectual, existentialist philosopher, political activist, feminist and social. Der Film bewegt sich in ruhigem Fluss von den düsteren Jahren der Besetzung über eine lebendige Darstellung des Lebens der Pariser Intellektuellen hin zu den lichten Landschaften der Provence.

Mit der Rückkehr Sartres, und einem kleinen Zwischenstopp als Versuchsperson für Mescalin , beginnt auch er eine Liebesbeziehung zu Lumi, was ein absolutes emotionales Gefühlschaos bei allen auslöst. Simone erwidert diese Liebe nicht, erkennt in Violett jedoch eine einzigartige literarische Stimme, die es zu fördern gilt. Im Frankreich der 50er-Jahre hat sie es denkbar schwer.

Die beiden Frauen unterscheiden sich nicht nur extrem in ihrem Temperament. Gegenüber Jean-Paul Sartre ist sie ebenfalls ablehnend und zeigt sich seinen Annäherungen gegenüber sehr distanziert. Im Gegensatz zu ihrer berühmten Freundin Simone de Beauvoir bleibt Violette lange unbekannt. De Beauvoir beginnt mit ihrer Schülerin Lumi eine lesbische Liebesbeziehung.

Mit dem US-amerikanischen Schriftsteller Nelson Algren beginnt sie eine Affäre, und die Idee über ein philosophisches Buch der Frau beginnt sich zu entwickeln. Sie sieht in der Ehe die Versklavung der Frau und weigert sich, jemals einem Mann zu dienen. Als der Hitler-Stalin-Pakt publik wird, steht Frankreich kurz vor Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.

Es kommt so weit, dass de Beauvoir nach Sartres erstem veröffentlichten Roman nicht mehr mit ihm schlafen, sondern nur noch eine intellektuelle Beziehung führen und jeden Liebhaber daneben akzeptieren will. Es beeindruckt sie, mit welcher Chuzpe er sich gegen die Bourgeoisie und ihre Regeln auflehnt. Sie veröffentlicht ihren ersten Roman im selben Verlag, in dem auch Sartre veröffentlicht, und nutzt die Zeit, während Sartre auf USA-Tournee ist, um weitere Bücher zu schreiben.

Gerade in dieser Gegenüberstellung gewinnt auch Violette an persönlichem Profil. Derweil verstirbt de Beauvoirs Vater, und sie sieht, wie ihre Mutter plötzlich wieder Freiheit gewinnt. Man erlebt Violette als sehr verlorene und zugleich sehr entschlossene Frau. Sie kommt mit dem Kinsey-Report und der Soziologie in Berührung. Violette Deduc Emmanuelle Devos lebt von Schreiben für Modemagazine und vom Schwarzmarkthandel.

Simone ist eine so eindrückliche Persönlichkeit, dass sie zu der zweiten Hauptdarstellerin wird. In einem Interview sagt Provost, dass er die wahre Persönlichkeit Violettes hinter der öffentlichen Person Violette Leduc sichtbar machen wollte. Die berufliche Karriere der beiden beginnt als Lehrer in unterschiedlichen Städten.

Doch in Simon de Beauvoir findet Violette eine Freundin und Förderin ihrer eigenen beginnenden Karriere als Schriftstellerin. Bald lernt Violette über Simone weitere Pariser Intellektuelle und Kunstförderer kennen. Obwohl sie anfangs angewidert ist, dass keinerlei Lügen und Monogamie zwischen den beiden stehen soll, sieht sie auch die Vorteile für sich, andere Erfahrungen zu machen. Sartre wird zum Militär eingezogen und erhält durch die Heirat mit Tania einige Vergünstigungen, sodass er nach Hitlers erfolgreichem Westfeldzug unversehrt nach Hause zurückkehren kann.

So versucht er mit anderen Schriftstellern und Künstlern im Untergrund nicht nur Flugblattaktionen, sondern auch Aufführungen unterschiedlicher Theaterstücke. Fazit: "Violette" ist ein sehr sehenswertes Portrait der heute fast vergessenen Schriftstellerin Violette Leduc und ihres intellektuellen Pariser Umfelds.

Sie versteckt sich gemeinsam mit dem homosexuellen Schriftsteller Maurice Sachs Olivier Py vor den Deutschen in der Normandie. Simone agiert wie selbstverständlich in einer Welt, welche der aus sehr einfachen Verhältnissen stammenden Violette zunächst als jenseits ihrer Greifweite erscheint. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben. Der Liebespakt: Simone de Beauvoir und Sartre - der Film - Inhalt, Bilder, Kritik, Trailer, Kinostart-Termine und Bewertung | fantasy-premier.com

"Violette": Mutiger als Simone de Beauvoir

{PARAGRAPH}Kinotermine Violette Französisches Biopic: Violette Leduc ist unehelich geboren, keine schöne Frau und bisexuell. Violette ist sehr anstrengend und trotzdem leidet man als Zuschauer mit ihr mit.