Jesse james ermordung

Jesse james ermordung
Im Jahr bereitet Jesse seinen nächsten großen Überfall vor und führt einen Privatkrieg gegen seine zahlreichen Gegner. Sie alle wollen das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld und den Ruhm, Jesse James zur Strecke zu bringen. Doch die größte Gefahr. Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Kurztitel: The Assassination of Jesse James) ist ein US-amerikanisches Western-Drama aus dem. Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford (Originaltitel: The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford) ist ein.

Kommentieren Teilen Die Geschichte ist auf den ersten Blick schlicht und schon ganz und gar in seinem barocken Titel enthalten. In heutigen Begriffen war er ein Killer im Regierungsauftrag. Jesse James wurde ermordet, weil er lebend den Politikern zu gefährlich war und sich die Behörden an ihm für jahrzehntelange Demütigungen rächen wollten. Die Essenz des Films aber liegt ganz woanders. In über 30 US-Filmen ist Jesse James die Hauptfigur; Stars wie Tyrone Power, Robert Duvall, Kris Kristofferson, Audie Murphy, Lee Van Cleef, Robert Wagner und Colin Ferrell verkörperten den Outlaw, Regisseure wie Fritz Lang, Henry King, Nicholas Ray, Walter Hill und Samuel Fuller suchten eine eigene Perspektive und zeigten James meistens irgendwie als Opfer, als guten Menschen auf Abwegen.

Held ist nicht Jesse James, sondern Robert Ford. Seine Psychologie wird in Form von inneren Monologen entfaltet. Dominik zeigt in Ford das Verlangen eines Groupies nach Ruhm, zeigt, wie sich die Faszination für den Star mit Geltungssucht paart. Demnach ist die Geschichte von Jesse James und Robert Ford eigentlich die enttäuschter nicht notwendig homosexueller Liebe und unbewusster Demütigung.

Eine prototypische Geschichte von Star und Fan, an deren Ende der Fan den geliebten Star tötet, der ihn nicht so, wie gewünscht, wieder lieben will. Eine Bluttat aus Ressentiment. Sie machte Jesse James endgültig zum prototypischen Outlaw-Helden. Lobende Nachrufe wurden geschrieben, der tote Körper wurde auf Eis gelagert, man bot für ihn Fotos des aufgebahrten Toten verkauften sich tausendfach.

Die in diesem Zusammenhang interessantesten Fakten betreffen die Folgen des Mordes: Robert Ford wurde durch den Mord tatsächlich zum Star, der seine Tat mal auf der Bühne nachspielte — und darüber verzweifelte. Zehn Jahre später wurde auch er ermordet: ohne Nachrufe, Fotos und Nachruhm. Aber wie Ford ist es auch sein Darsteller Casey Affleck, der den Star in den Schatten stellt: Grandios spielt Affleck mit hell weinerlicher Stimme und unsicheren Körperbewegungen den schwer durchschaubaren spätpubertären Charakter, der James mal naiv und zutraulich, mal hinterhältig und immer obsessiv — wie ein Stalker — auf den Fersen klebt.

Stilistisch ist der Film von der brillanten Kameraarbeit geprägt. Roger Deakins nähert sich der Bildsprache früher Fotografien an: Die Bilder sind in der Mitte scharf, verschwimmen aber leicht zu den Rändern hin. Die Bewegungen der Kamera sind langsam, ihr Blick zeigt weite Himmel, bleibt an dessen Wolkenspielen hängen oder fängt das Gras ein, die Bäume, stumme Gesichter.

Gesprochen wird nur das Nötigste. So entsteht ein schöner Zen-Western, ein ambitioniertes, bildgewaltiges Werk, beherrscht von einer kontemplativen Atmosphäre, die in den besten Momenten an Terrence Malick erinnert. Im Mittelteil zwar etwas langatmig, bleibt der Film bis zum Ende faszinierend, zumal sich die Dramaturgie ständig steigert.

Ein Drama der Entschleunigung, noch mehr aber der Desillusionierung, das der Print-the-legend-Moral der Mediengesellschaft Widerstand entgegensetzen will. Kommentar verfassen.

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ÜBER DEN KRITIKER Tom Schünemann Tom Schünemann ist der alleinige Autor auf Filmsucht. Statt die archaische Welt des Western zu glorifizieren, entpuppte sich das weite Land als leer und karg, warf die Menschen auf sich selbst zurück und hinterfragte uramerikanische Ideale wie Freiheit und Selbstbestimmung. Der Neuseeländer Andrew Dominik hat den uramerikanische Mythos des Outlaws Jesse James, teils historisch verbürgte Figur, teils sagenumwobene Legende, auf faszinierende Weise verfilmt. Der unsichere, schwächliche Bob will durch Jesses Nähe und Freundschaft die Misere seiner eigenen Existenz vergessen. All dies trifft auch auf Andrew Dominiks Werk zu. Inhaltsangabe: Der Film erzählt vom. Das gesellschaftskritische New Hollywood-Kino dekonstruierte den Western weiter. April schiesst er sein Idol in den Rücken. Die Entwicklung des unsicheren, schwächlichen Mannes vom grössten James-Verehrer zu dessen grössten Neider und Hasser wird von Casey Affleck perfekt dargestellt. Der von Brad Pitt wunderbar lethargisch verkörperte Jesse James wirkt im Verlauf des Films immer weniger wie von dieser Welt, sondern scheint, müde und seelisch ausgehöhlt von den Taten seiner Jugend, zunehmend willenlos dem Tod entgegenzutreiben und erinnert dabei an den Protagonisten aus Jim Jarmuschs Dead Man. In der letzten halben Stunde läuft Dominiks Werk zur Höchstform auf und etabliert einen wuchtigen Fatalismus shakespearescher Prägung, der intensive Szenen hervorbringt und viel Spannung, wenn wir erkennen, dass Robert Ford kein Feigling war, sondern Opfer in einem abgekarteten Spiel, das keinen Sieger kennt. Fazit: „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ ist ein entmystifizierender Western mit starken Darstellern, bei dem die angestrengt-.

Die Filmstarts-Kritik zu Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Produktionsland: USA Der Western ist tot, es lebe der Western! In der Folge tingelt er als Schausteller durch das Land: Doch die theatralische Wiederholung seiner Tat bringt ihm keinen Ruhm, denn in den Augen seiner Zuschauer bleibt er ein Feigling, der einen legendären Helden ermordet hat. Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford ein Film von Andrew Dominik mit Brad Pitt, Casey Affleck.

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford USA The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford, Min. Entertainment Inc. All Rights Reserved. Heutzutage findet das Western-Setting sowohl für blutige Genrefilme als auch für Kunstfilme Verwendung. Seit er denken kann, ist der ältere Outlaw sein Vorbild, und er besitzt alle Groschenromane, die je über Jesse James geschrieben wurden.

Miller , Pat Garrett jagt Billy the Kid oder Der weite Ritt melancholisch näherte und mit dramaturgischen Konventionen brach.

Trotz seines gemächlichen Tempos beeindruckt Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford und hallt lange nach. Der Film erzählt von der Obsession eines wahren Fans und thematisiert damit die dunklen Seiten des Star-Kults.

ÜBER DIE SEITE.

Einzig Jesse und sein älterer Bruder Frank Sam Shepard wollen es noch ein Mal versuchen: Mit einer bunt zusammengewürfelten Schar von Strolchen überfallen sie am 5.

Lizenzbild frei Nach 25 Bank-, Zug- und Postüberfällen zwischen und ist die landesweit bekannte und gefürchtete James-Gang in alle Winde zerstreut, ihre Mitglieder sind grösstenteils tot oder im Gefängnis. Doch Jesse scheint ihn kaum zu bemerken, geschweige denn ernst zu nehmen. Sieben Jahre, nachdem Dominik in Australien das so flippige wie misslungene Serienkillerporträt Chopper inszenierte, zeigt sich der Filmemacher bei seinem Hollywooddebüt erstaunlich gereift, legt einen gänzlich gegenteiligen Film vor und setzt auf totale Entschleunigung: Zwei Stunden und vierzig Minuten beträgt die Spielzeit von Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford, der sich ganz seiner elegischen Stimmung und den so ansehnlichen wie untypischen Bildern von Kameramann Roger Deakins hingibt.

Die Spannung innerhalb der Männergruppe ist gross. Text: Servus TV Deutsche TV-Premiere.

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