Der vorleser schauspieler

Der vorleser schauspieler
Zwischen der jährigen Hanna und dem Schüler Michael entwickelt sich eine Liebesbeziehung, nachdem sie sich zufällig auf der Straße kennengelernt haben. Besonders geprägt ist ihr Zusammensein durch das Ritual des Vorlesens von Büchern durch. Der Vorleser (Film) · Kate Winslet: Hanna Schmitz · Ralph Fiennes: Michael Berg · David Kross: junger Michael Berg · Jeanette Hain: Brigitte · Bruno Ganz: Professor. Schauspielerinnen und Schauspieler ; Kate Winslet. Rolle: Hanna Schmitz ; Ralph Fiennes. Rolle: Michael Berg als Erwachsener ; David Kross. Rolle: Michael Berg.

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein! Kann eine ganze Generation die unverzeihlichen Sünden ihrer Eltern verkraften? Oder sind manche Vermächtnisse einfach zu unfassbar und zu grauenhaft, um sie jemals zu ertragen?

Es ist eine Geschichte über die Neugier und die diffusen Schuldgefühle einer Generation, die nach dem Holocaust erwachsen wurde. Produktion: Vom Buch zum Film Die faszinierende Geschichte von DER VORLESER handelt nicht zuletzt auch von der enormen Kraft der Worte. So ist es nur logisch und konsequent, dass sie ursprünglich in Form eines Buches erschien. Seitdem wurde dieser in 40 Sprachen übersetzt und ist das erste deutsche Buch, das den Spitzenplatz der New York Times-Bestsellerliste erreichte.

Wir wuchsen sehr naiv auf, bevor wir irgendwann zu begreifen begannen, was unsere Eltern, unsere Pastoren, unsere Lehrer getan hatten. Wenn man jemanden liebt, und man dann erkennen muss, dass dieser Jemand in etwas Schreckliches verwickelt war, dann kann einen diese Erkentnis komplett aus der Bahn werfen. Harvey Weinstein und Miramax Films kauften die Filmrechte an DER VORLESER bereits Weinstein holte Anthony Minghella und dessen Produktionspartner Sydney Pollack an Bord.

Der Plan war, dass Minghella sowohl als Drehbuchautor als auch als Regisseur fungieren sollte. Doch Minghella war fest entschlossen, das Skript selbst zu schreiben. Daldry, der als Junge deutsch gelernt und zeitweise in Berlin gelebt hatte, fragte Minghella, ob die Möglichkeit bestünde, dass er die Regie bei DER VORLESER führen könne. Anthony Minghella, der sich eingestehen musste, dass noch einige Zeit vergehen würde, bevor er sich diesem Stoff widmen könne, stimmte zu.

Zwei Bedingungen hatte er allerdings: Um den Film nicht noch weiter hinauszuzögern, sollte DER VORLESER Daldrys nächstes Projekt sein. Und Minghella und Sidney Pollack würden weiterhin als Produzenten involviert sein. Auf der Suche nach einem Drehbuchautor landete Daldry nun fast schon automatisch wieder bei David Hare. Ein wenig wie Kriegskameraden. Jeder kennt die Stärken und Schwächen des anderen.

Durch diese dramaturgische Struktur verfolgt der Zuschauer die Figuren in Segmenten der 50er bis in die 90er Jahre und wieder zurück. Sein Drehbuch sollte ebenso unvorhersehbar sein wie widerborstig. Er hatte kein Interesse daran, einmal mehr in altbekannter Manier die typischen Geschichten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs zu erzählen. Es sind wichtige Filme.

Doch DER VORLESER ist etwas anderes. Es ist ein eigenwilliger Film, ein Film, der keine Erwartungen erfüllt. So entpuppt sich zum Beispiel eine der Schlüsselfiguren, die das Grauen der Konzentrationslager überlebte, nicht als schwach und gebrochen, sondern als starke, moralisch und intellektuell unbeugsame Persönlichkeit. Der Film vermeidet ganz bewusst jede Form von Versöhnung und Verzeihen, sondern konzentriert sich voll auf die Frage, wie die nachfolgende Generation mit der grauenhaften Vergangenheit ihres Landes umzugehen hatte.

Drehbuchautor David Hare und Romanautor Bernhard Schlink reisten gemeinsam durch Deutschland und diskutierten mit zahlreichen Menschen die kontroversen Fragen, die das Buch stellt. Man kann sehr leicht unbeabsichtigt eine Grenze überschreiten. Die Aufseher der Konzentrationslager sind bei Daldry keine furchterregenden Monster, sondern ganz normale Menschen, Arbeiter, Nachbarn.

In dieser Hinsicht ist es bei ihm eher, als würde man fürs Theater arbeiten anstatt fürs Kino. Er ist der gründlichste Regisseur, mit dem ich je zu tun hatte. Nichts, was er filmt, wird dem Zufall überlassen. Bei dieser Gelegenheit wurde er auch Zeuge von Daldrys Obsession für Details - vom winzigen Austattungselement bis zu den minimalsten mimischen Nuancen der Darsteller.

Ich las ihn an einem einzigen Tag. Als Regisseur Daldry sie jedoch kontaktierte, fühlte sie sich reif genug, die psychisch und physisch fordernde Rolle zu übernehmen. Er verfügt über eine ungebremste Energie und eine aufrichtige Begeisterung für diesen Stoff. Er hatte sehr präzise Vorstellungen, wie er die Geschichte erzählen wollte, doch er war gleichzeitig auch sehr offen für Ideen und Anregungen anderer.

Den jungen Michael spielt David Kross, bekannt aus Marco Kreutzpaintners KRABAT und Detlev Bucks KNALLHART Die Rolle des älteren Michael übernahm Weltstar Ralph Fiennes. DER VORLESER ist der dritte Film für David Kross und der erste, den er in Englisch drehte, eine Sprache, die er während der Dreharbeiten perfektionierte. Regisseur Daldry war fest entschlossen, einen deutschen Jugendlichen für die Rolle des Michael zu finden und lud David zu mehreren Vorsprechterminen ein, um absolut sicher zu gehen, dass er der Richtige sei.

Davids Mutter machte sich allerdings Sorgen, dass die Schauspielerei die Schullaufbahn ihres Sohnes beeinträchtigen könnte. Sie gestattete ihm nur mitzuspielen, wenn seine Noten am Ende des Schuljahres zufriedenstellend seien. David zeigte so viel schulischen Einsatz wie noch nie, hatte ein nahezu perfektes Zeugnis und konnte die Rolle übernehmen. Bis zu sieben Stunden am Tag arbeitete David Kross mit dem Sprachtrainer William Conacher — nicht nur, um seine Dialoge zu lernen, sondern auch, um verschiedene Klassiker, die er im Film rezitiert, wie Horaz in Latein oder Sappho auf Griechisch zu lesen.

Da die Story wichtige Szenen besitzt, die die sexuelle Beziehung zwischen Hanna und Michael zeigen, musste der Drehplan auf das Alter von David Kross abgestimmt werden. David war gerade mal 15 Jahre alt, als Stephen Daldry ihn zum ersten Vorsprechen einlud. Bis die Schlafzimmer-Szenen gedreht werden konnten, musste David erst volljährig werden. Der Altersunterschied zwischen Hanna und Michael zählt zu den kontroversesten Aspekten des Buches.

Doch die Story würde anders schlicht nicht funktionieren. Ralph Fiennes, der den gereiften Michael verkörpert, wurde von DER VORLESER so angesprochen, weil dieses Drehbuch so brillant hochkomplexe emotionale Elemente balanciert. Dialoge, die im ersten Moment wie eine ganz normale Unterhaltung erscheinen, enthalten tiefere Ebenen, zweite Bedeutungen und zahlreiche Untertöne. Er ist ein sehr ernsthafter Mensch, unglaublich professionell und sensibel.

Er ist bereit, Dinge auszuprobieren, will ständig lernen und sich weiterentwickeln. Ich verstehe, warum Stephen uns beide gemeinsam ausgewählt hat. David ist ein sehr natürlicher Typ, intelligent und aufmerksam, mit einem sanftmütigen und unaufdringlichen Humor. Sie ist ein sehr bodenständiger Typ und sehr erfahren. Sie isterstaunlich. Zu den Drehorten zählten Berlin, Görlitz und Köln.

Für Ausstatterin Brigitte Broch MOULIN ROUGE! Sie ist gebürtige Deutsche, zog aber schon vor 40 Jahren nach Mexiko. Es war emotional nicht leicht. Es war, als würde ich sehr tief tauchen müssen, um am Ende auf der anderen Seite wieder Luft holen zu können. Doch bei der Vorbereitung auf die Rolle der Hanna habe ich so viel zum Thema gelesen, so viele Dokumentationen über Konzentrationslager gesehen, dass ich irgendwann einfach nicht mehr konnte.

Da waren so viele Bilder, die mich mein ganzes Leben wohl nicht mehr loslassen werden. Immerhin stand ihr Ivana Primorac zur Seite. Nicht nur, dass sie geschminkt wurde, sie musste auch in einen speziellen Latex-Anzug steigen, der den Körperbau einer alternden Frau simulierte. Er wollte wissen, was Michael tatsächlich über Hanna denkt. Wie er jemanden verdammen kann, mit dem er zuvor intim war. Ob diese Intimität etwas ist, woran er sich gern erinnert.

Er warf diese Fragen wieder und wieder auf, um sie in meinem Kopf präsent zu halten. Denn es gibt auf keine davon eine simple Antwort. Stephen lässt seinen Schauspielern die Zeit, eine Szene zu erforschen und er besitzt auch das Selbstbewusstsein, daraufhin Änderungen vorzunehmen. Mitarbeiter des Instituts unter der Leitung von Werner Renz, versorgten die Ausstatter mit Fotos, Dokumenten und anderem Hintergrundmaterial, das half, dem Film einen völlig authentischen Look zu geben.

Die meisten Gerichtsszenen in DER VORLESER basieren auf den Protokollen der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die zwischen und stattfanden. Andere Juristen, wie der Auschwitz-Ankläger Gerhard Wiese und Richter Gregor Herb fungierten als Berater. Der wirklich harte Teil war die Vorbereitung auf die Rolle, die Proben, die Gespräche mit den anderen Schauspielern über die Gefühle der Figuren.

Als der eigentliche Dreh begann, war es dagegen schon fast ein Vergnügen. Minghella war erst 54 Jahre alt, Pollack Die SS hatte ungefähr Die Deutsche Reichsbahn beschäftigte mehr als eine Million Menschen und viele von ihnen hatten zweifelsohne daran mitgewirkt, Juden wie Vieh in die Wagons zu verladen und in Konzentrationslager im ganzen Land zu verschicken. Viele Deutsche waren direkt als Arbeiter in den Lagern oder indirekt als bürokratische Verwalter des Grauens mit den Gräueltaten befasst und müssen das gigantische Verbrechen erfasst haben.

Und jeder wusste es. Nicht nur am Krieg, sondern auch an dem systematischen Völkermord und den Verbrechen an der Menschlichkeit. Selbst Präsident Harry S. Truman musste zugeben, wie schwierig es war, die Haupttäter von den Handlangern zu trennen — und von jenen, die sich durchs Wegschauen und stille Akzeptanz schuldig gemacht hatten. Menschen, die durch Hunger starben, unbehandelte Krankheiten oder schlicht durch Mord.

Gleichzeitig begannen die Alliierten eine breite Öffentlichkeitskampagne, um den Deutschen ein Bewusstsein der gemeinsamen Schuld zu geben. Zeitungsartikel und Radiosendungen wurden veröffentlicht, um sicherzustellen, dass alle Deutschen begriffen und akzeptierten, dass jeder einzelne des Volks eine Mitschuld an den schrecklichen Ereignissen trug.

Produktion: Die Nachkriegszeit Offiziell gestanden die Deutschen ihre Schuld an den Verbrechen der Nazizeit ein. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland entschuldigte sich mehrmals für den Völkermord. Deutschland leistete umgerechnet 70 Milliarden Dollar Reparationszahlungen an den Staat Israel und weitere 15 Millionen an die Überlebenden des Holocaust. Die Zahlungen erfolgen weiterhin bis zum Jahr Ferner wurden Firmen und Konzerne, die Zwangsarbeiter ausbeuteten, zu einer Zahlung von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar verpflichtet.

Ferner wurde gesetzlich festgelegt, dass die Verbrechen der Nazis ein wichtiges Thema des Geschichtsunterrichts in allen deutschen Schulen sind.

der vorleser zusammenfassung

Es scheint so. Die Hauptrollen spielen David Kross als junger Michael Berg, Ralph Fiennes spielt ihn im Erwachsenenalter und Kate Winslet als Hanna Schmitz. Rose Mather / Ilana Mather | ; BG · Bruno Ganz. Das Drehbuch schrieb der Dramatiker David Hare und rückte, anders als im Roman, die Figur Hanna Schmitz in den Mittelpunkt und ein zu helles Licht.

Sie sind hier: automatentest. Jahre später ist aus dem stillen, aber emotionalen und liebesfähigen Jungen ein Anwalt mit Bindungsstörungen geworden. Man fragt sich, ob es dieses isolierte Lebensgefühl ist, dass beide Figuren einander erkennen liess. In den Nebenrollen sind u. Michael, der inzwischen Jura studiert erfährt, dass seine ehemalige Geliebte eine KZ-Aufseherin war. Während ihres Gefängnisaufenthalts nimmt er ihr Kassetten auf und liest ihr ihre Lieblingsbücher vor.

Hanna entschuldigt sich am Ende des Films bei einem ihrer Opfer und reist nach New York. Der Vorleser ist ein deutsch-amerikanisches Drama aus dem Jahr mit den Hauptdarstellern Kate Winslet, David Kross, Ralph Fiennes, Lena Olin und Bruno. Klar ist nur, sie schämt sich so sehr für ihren Analphabetismus, dass sie einen Gefängnisaufenthalt in Kauf nimmt. Die Hauptrollen spielen David Kross als junger Michael Berg, (Ralph Fiennes spielt ihn im.

Was macht den Film der Vorleser so gut?

Literatur spielt in der ungewöhnlichen Beziehung eine grosse Rolle.

Hanna Schmitz | ; Ralph Fiennes. Jahre später beobachtet Michael als Jurastudent mit seinem Ethikprofessor Bruno Ganz einen Prozess gegen ehemalige KZ-Aufseherinnen. Michael Berg (jung) | ; Lena Olin. Stundenlang lässt sich Hanna von ihrem Liebhaber vorlesen. Die unerhörte Liebe eines unschuldigen Schülers zu einer ehemaligen KZ-Aufseherin offenbarte das ganze moralische und ethische Dilemma, mit dem man in Deutschland nach dem Krieg kämpfte.

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Der Film wurde überwiegend in Deutschland gedreht. Er ist nun selbst das, was er bei Hanna zu heilen versuchte: Pathologisch distanziert. Aus der vorsichtigen Annäherung wird ziemlich schnell ein sexuelles Verhältnis : Zu emotional, um bloss Affäre genannt zu werden, zu distanziert um das Wort Liebe damit in Verbindung zu bringen.

Als Michael sich mehr und mehr wieder seinen gleichaltrigen Freunden zuwendet, ist Hanna plötzlich verschwunden.

Von sich selbst, seinen Gefühlen und so auch zu den ihm nahestehenden Menschen. Doch genau hier liegt auch das Problem: Soll dieses Manko als einzige Ursache für die psychopathische Seite dieser Frau herhalten? Bei Facebook teilen externer Link, Popup Bei Twitter teilen externer Link, Popup Mit Whatsapp teilen Im Nachkriegsdeutschland der er-Jahre lernt der jährige Michael Berg David Kross per Zufall die jährige Strassenbahnschaffnerin Hanna Schmitz Kate Winslet kennen.

Nach dem Liebesakt lässt sich die Frau von ihrem jugendlichen Liebhaber jeweils Bücher der Weltliteratur vorlesen.

Hanna äussert sich sehr ungeschickt vor Gericht, und Michael wird plötzlich klar, was hinter ihrem Verhalten steckt: Hanna ist Analphabetin, wofür sie sich so schämt, dass sie lieber den grössten Teil der Schuld auf sich nimmt, als das vor Gericht offenzulegen.

So konstruiert diese Liebesgeschichte erscheint, ist sie doch eine kraftvolle Metapher für das Schweigen über eine Schuld, die nicht aufgearbeitet sondern verdrängt wurde.

Es geht um die Affäre zwischen dem jährigen Schüler Michael Berg und der zwanzig Jahre älteren Hanna Schmitz, die sich im Jahr ineinander verlieben ohne etwas voneinander zu wissen. Die beiden beginnen eine Affäre. Michael Berg | ; David Kross. Über den Film Der erschienene Roman «Der Vorleser» des deutschen Juristen Bernhard Schlink wurde zum internationalen Bestseller.

Am Ende bleibt der Fatalismus.

Die beiden hatten mit «The Hours» bereits eine äusserst erfolgreiche Literaturverfilmung vorgelegt. Er ist entsetzt, als er unter ihnen seine ehemalige geheimnisvolle Geliebte Hanna Schmitz entdeckt. Es ist der Versuch der Empathie mit dem Bösen, der dem Film die gleiche unangenehme Distanz zum Holocaust verleiht, die auch die von Kate Winslet überragend gespielte Hanna Schmitz zu ihrer eigenen Person hat.

Gedreht wurde die deutsch-amerikanische Grossproduktion «The Reader» fast ausschliesslich in Deutschland.

Ihr verbindendes Ritual ist das Vorlesen: So kommen sie sich näher. Karoline Herfurth als und Freundin des jungen Studenten, Hannah Herzsprung als seine Tochter Julia, Bruno Ganz als Professor Rohl, Lena Olin in der Rolle der Jüdin Ilana Marther , Jeannette Hain als Geliebte des erwachsenen Michael Berg und Alexandra Maria Lara als junge Ilana Marther.

Als Student trifft Michael bei einer Gerichtsverhandlung wieder auf sie, wo sie für ihre Taten verurteilt wird.

Ihre Kommunikationsform ist das Vorlesen: Sowas wie Liebe konnte nur in Verbindung mit dem Einzigen funktionieren, das in Hanna eine Emotion auslöst, das Einzige, das in ihrem Leben so etwas wie eine rote Linie vorgibt: Die Scham über sich selbst, nicht das was sie getan hat, sondern was sie ist.

Der Film ist eine deutsch-amerikanische Produktion.

Es ist diese Distanz zu sich selbst, zu dem was sie getan hat, die ihr diese kalte Aura verleiht-doch der Analphabetismus ist das einzige in ihrem Leben, zu dem sie eine Beziehung hat. Der Film wurde überwiegend in Deutschland gedreht. Erst allmählich erkennt er, dass ihr Analphabetismus der Grund für seine Rolle als Vorleser ist und dass es das Schamgefühl ist, das ihre Handlungen bestimmt hat.

Die inzwischen verstorbenen Filmemacher Anthony Minghella und Sidney Pollack sicherten sich die Rechte und beauftragten schliesslich das Duo Stephen Daldry und David Hare als Regisseur und Drehbuchautoren.

Er basiert auf dem Roman von Bernhard Schlink, der erschien. Dies stürzt den Studenten in ein ethisches Dilemma: Soll er sich einschalten und dem Gericht dieses Geheimnis verraten und so der ehemaligen KZ-Aufseherin die lebenslängliche Haft ersparen?

Reue ist nicht erkennbar, nicht mal am Ende des Films, beim Besuch ein ehemaligen Opfers in New York. Von ihrem bisherigen Leben gibt sie jedoch nichts preis.

Denn darum geht es ihr, bis zuletzt. Oder ob die Fähigkeit zu lieben völlig vom missbrauchenden Emotionsdefizit der Protagonistin verbraucht wurde.

Die Schauspielkünste von Kate Winslet und David Kross machen den Film trotzdem sehenswert. Nach ihrem Gefängnisaufenthalt kümmert er sich um Hanna, da sie keine Angehörigen hat. Die Britin Kate Winslet, die vorher bereits fünf Mal für den Oscar nominiert worden war, konnte für ihre Rolle als ehemalige KZ-Aufseherin die goldene Statue endlich nach Hause tragen.

Die Geschichte ihrer Beziehung wird meisterhaft erzählt, die Botschaft ist jedoch irreführend.

Kate Winslet. Jahre später sieht Michael Hanna in einem Gerichtssaal wieder. Neben Kate Winslet und Ralph Fiennes, der in der Rahmenhandlung den älteren Michael gibt, sind auch viele deutsche Schauspieler mit dabei: Der von Detlef Buck entdeckte, damals erst jährige David Kross sowie Bruno Ganz, Hanna Herzsprung und Karoline Herfurth.